Der folgende Text ist eine Bearbeitung der Transkription der Audio-CDs der Konferenz 2005.
Für die Stadt Budapest waren anwesend: Herr Lóránd Norbert Gyenge, Jugendhelfer für Kapocs Youth Help Service, Frau Zsófia Makádi, Office- und PR-Managerin der Stiftung Artemisszió, Herr Péter Gergely, Jugendreferent in der Bildungsabteilung der Budapester Stadtverwaltung und Frau Anikó Molitorisz, Referentin für internationale Beziehungen in der Bildungsabteilung der Stadtverwaltung.
Frau Makádi präsentierte die Arbeit der Stiftung Artemisszió, deren Hauptziel darin besteht, die Interaktion zwischen kulturell, ethnisch und sozial unterschiedlichen Menschen zu fördern. Sozial und kulturell marginalisierten Gruppen soll die Integration u.a. auch durch Trainingskurse erleichtert werden. Ein konkretes Projekt der Stiftung zielt darauf ab, Jugendarbeitslosigkeit durch die Gründung eigener Betriebe zu reduzieren. 65 Jugendliche beteiligten sich an einem weiteren Projekt von Artemisszió, das sich an den Leitlinien des Leonardo Da-Vinci-Programmes orientiert.
Anschließend stellte Herr Gyenge die Stiftung Kapocs vor. Das wichtigste Aufgabenfeld dieser Organisation liegt in der Präventions- und Informationsarbeit: Im Mittelpunkt stehen die jugendrelevanten Themen Drogen, Abtreibung, Berufsfindung und Studium. Kapocs basiert auf den Prinzipien Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe und steht allen Jugendlichen offen, die sich mit diesen Leitsätzen identifizieren können.
Frau Molitorisz beschäftigte sich in ihrer Präsentation mit der Situation junger Menschen in der ungarischen Hauptstadt und skizzierte kurz die wichtigsten Probleme in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt. So produziere z.B. das ungarische Bildungssystem eine soziale Hierarchisierung. Die Ausbildung der Lehrer sei nicht auf dem aktuellsten Stand und es mangele an Übereinstimmung zwischen Berufsausbildung und den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Des Weiteren stellen Wohnungsprobleme und Drogenabhängigkeit die jungen Leute vor eine ungewisse Zukunft.
Abschließend gab Frau Molitorisz über ein dreijähriges Projekt der Stadt Budapest Auskunft, das von der EU finanziert wird. Durch die EU-Gelder werden zwei regionale Trainingszentren gefördert und mit modernster Technik ausgestattet. Im Zentrum der Bemühungen steht, den Jugendlichen Schlüsselkompetenzen für ihre berufliche Zukunft zu vermitteln und ihnen somit den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Letztendlich definierte Frau Molitorisz drei Hauptziele der lokalen Jugendpolitik: Die Jugendpolitik solle einen institutionellen Rahmen erhalten. Die Jugendlichen ihrerseits sollen dabei durch Teilhabe, Informationsangebote und freiwillige Aktivitäten ins soziale Leben fest integriert werden und gleichzeitig altersspezifische Kompetenzen erwerben.
Trainer: Péter Wootsch ist Ungar, lebt in Budapest und ist Freelance-Trainer.
Bereiche möglicher Zusammenarbeit: Teilnahme-Ideen